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Die 10 besten Stadien in Portugal

Portugal hat mit der Europameisterschaft 2004 eine Generation moderner Stadien bekommen, darunter Werke international bekannter Architekten wie Eduardo Souto de Moura. Die drei großen Klubs — Benfica, Porto und Sporting — spielen in Arenen von europäischem Format, während die Provinzstadien eine breite regionale Bandbreite bieten. Diese zehn sind die bedeutendsten.

1. Estádio da Luz, Lissabon

Heimverein: Sport Lisboa e Benfica. Kapazität: 64.642 Zuschauer. Eröffnung: 2003. Das Estádio da Luz — "Stadion des Lichts" — ist das größte Stadion der Iberischen Halbinsel nach dem Camp Nou und Bernabéu. Es ersetzte das alte Estádio da Luz (120.000 Zuschauer, abgerissen). Benfica, 37-maliger Portugiesischer Meister und zweimaliger Europapokalsieger (1961, 1962), füllt das Stadion regelmäßig bei Ligaspielen und europäischen Abenden. Das Champions-League-Finale 2014 fand hier statt (Real Madrid 4:1 Atlético). Das Stadion liegt im Nordwesten Lissabons, gut mit der Metro erreichbar.

2. Estádio do Dragão, Porto

Heimverein: FC Porto. Kapazität: 50.033 Zuschauer. Eröffnung: 2003. Das Estádio do Dragão, entworfen von Manuel Salgado, ist eines der elegantesten Stadien der Iberischen Halbinsel. Porto — 30-maliger Portugiesischer Meister, Champions-League-Sieger 1987 und 2004 — hat hier eine treue, laute Fangemeinde. Das Stadion liegt auf einem Hügel im Osten Portos und ist das Herzstück des Stadtteils Antas.

3. Estádio José Alvalade, Lissabon

Heimverein: Sporting CP. Kapazität: 50.095 Zuschauer. Eröffnung: 2003. Das José Alvalade, entworfen von Tomás Taveira, liegt direkt neben dem Campus des Instituto Superior Técnico und der gleichnamigen Metro-Station in Lissabon. Sporting — 20-maliger Portugiesischer Meister und bekannt für seine Akademie, aus der Ronaldo, Figo und zahlreiche weitere Weltstars hervorgegangen sind — füllt das Stadion bei Derbys mit Benfica vollständig.

4. Estádio Municipal de Braga

Heimverein: SC Braga. Kapazität: 30.286 Zuschauer. Eröffnung: 2003. Das Estádio de Braga, entworfen von Eduardo Souto de Moura, ist eines der radikalsten Stadionbauten des 21. Jahrhunderts. Zwei vollständige Tribünenkörper stehen sich gegenüber; die anderen beiden Seiten des Spielfelds sind offen — mit direktem Blick in einen Steinbruch auf der einen und in die Stadt auf der anderen Seite. Das Stadion erhielt 2011 den Mies-van-der-Rohe-Preis für europäische Architektur. SC Braga hat sich in den 2010er Jahren als dauerhafter europäischer Teilnehmer etabliert.

5. Estádio do Bessa, Porto

Heimverein: Boavista FC. Kapazität: 28.263 Zuschauer. Eröffnung: 1973, renoviert 2004. Das Estadio do Bessa im Nordwesten Portos ist das Heimstadion von Boavista — einmaliger Portugiesischer Meister 2001. Der Klub stand wegen eines Bestechungsskandals mehrere Jahre in der Zweitliga-Liga; nach der Rückkehr in die Primeira Liga hat er seinen Platz gefestigt.

6. Estádio Cidade de Coimbra, Coimbra

Heimverein: Associação Académica de Coimbra. Kapazität: 30.167 Zuschauer. Eröffnung: 2003. Das Stadion der Universitätsstadt Coimbra wurde für die EM 2004 gebaut. Académica, der Universitätsklub Coimbras, pendelt zwischen Primeira und Segunda Liga; das Stadion dient auch als lokales Mehrzweckstadion.

7. Estádio do Bonfim, Setúbal

Heimverein: Vitória de Setúbal. Kapazität: 18.500 Zuschauer. Eröffnung: 1962. Das Estádio do Bonfim in Setúbal, südlich von Lissabon am Sado, ist eines der atmosphärischsten älteren Stadien Portugals. Vitória de Setúbal — zweimaliger Cupsieger — hat eine intensive Lokal-Fankultur.

8. Estádio António Coimbra da Mota, Estoril

Heimverein: GD Estoril Praia. Kapazität: 8.000 Zuschauer. Eröffnung: 1991. Das kleine Küstenstadion in Estoril, nördlich von Lissabon an der Linie nach Cascais, ist für seine ungewöhnliche Lage bekannt — direkt über dem Atlantik mit freiem Meereshorizont in Teilen der Tribüne. Estoril pendelt zwischen Primeira und Segunda Liga.

9. Estádio Capital do Móvel, Paços de Ferreira

Heimverein: FC Paços de Ferreira. Kapazität: 9.076 Zuschauer. Eröffnung: 2000. Das bescheidene Stadion in der Möbelhauptstadt Portugals repräsentiert die regionale Klubs der Primeira Liga, die trotz kleiner Infrastruktur regelmäßig in der höchsten Spielklasse vertreten sind. Paços war 2012/13 Dritter in der Liga.

10. Estádio Algarve, Faro-Loulé

Heimverein: SC Farense. Kapazität: 30.305 Zuschauer. Eröffnung: 2003. Das Estádio Algarve — zwischen Faro und Loulé gelegen — wurde für die EM 2004 gebaut und ist das südlichste der großen portugiesischen Stadien. Die Region ist bekannt als Feriengebiet; das Stadion hat eine ungewöhnliche Mischung aus lokaler Fankultur und Tourismusbezug.

Die Architektur der EM 2004

Die Europameisterschaft 2004 in Portugal war ein Wendepunkt für die Stadionlandschaft des Landes. Die meisten der hier genannten Stadien wurden speziell für dieses Turnier gebaut oder grundlegend renoviert. Das Ergebnis ist eine kohärente Generation moderner Arenen, die Portugals Liga bis heute prägt — mit dem Braga-Stadion als internationalem Ausnahmewerk.

Portugals Stadien auf der Karte

Alle zehn Stadien sind auf der interaktiven Karte eingetragen. Filter nach Portugal zeigt die Verteilung von Lissabon und Porto bis in den Algarve.