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Die zehn wichtigsten Stadien im Iran

Der iranische Fußball lebt von einer kleinen Zahl sehr großer Stadien, in deren Mitte das Teheraner Azadi steht. Die größten Klubs der Persian Gulf Pro League — Persepolis, Esteghlal, Sepahan, Tractor und Foolad — füllen Ränge, die ursprünglich für die Asienspiele 1974 oder für Länderspiele gebaut wurden. Iran qualifiziert sich regelmäßig für Weltmeisterschaften, und die Stimmung in den AFC-Champions-League-Abenden gehört zu den intensivsten in Asien. Alle Stadien finden sich auf der Karte.

1. Azadi-Stadion, Teheran

Kapazität: 78.116. Irans Nationalstadion und die gemeinsame Heimat der beiden populärsten Klubs Persepolis und Esteghlal. Errichtet für die Asienspiele 1974 unter dem Namen Aryamehr, später umbenannt in Azadi (Freiheit), trägt es das Teheraner Derby aus — eine Partie, die regelmäßig ausverkauft ist und die höchsten anhaltenden Lautstärken erzeugt, die je bei einem asiatischen Vereinsspiel gemessen wurden. Die Laufbahn schiebt die Tribüne von der Seitenlinie weg, doch die schiere Lautstärke gleicht das aus.

2. Naghsh-e-Jahan-Stadion, Isfahan

Kapazität: 75.000. Heimspielstätte von Sepahan, dem dominierenden Verein Zentraliraps. Der Bau zog sich über mehr als zwei Jahrzehnte hin; erst 2003 stand die volle Kapazität bereit. Der Name verweist auf den historischen zentralen Platz Isfahans. Die Heimspiele gegen die Teheraner Klubs ziehen regelmäßig über 60.000 Zuschauer an.

3. Yadegar-e-Emam-Stadion, Täbris

Kapazität: 66.833. Heimat von Tractor SC, dem populärsten Verein im Nordwesten und einer der lautesten Spielstätten der Liga. Die aus der aserbaidschanisch-türkischsprachigen Bevölkerung Täbris’ stammende Anhängerschaft erzeugt eine Atmosphäre, die das Stadion zu einem gefürchteten Auswärtsspiel für Teheraner Gegner macht.

4. Pars-Stadion, Schiras

Kapazität: 50.000. 2017 als Heimat von Fajr Sepasi und Bargh Shiraz eröffnet. Die moderne Betonschüssel ersetzte den älteren Hafezieh-Sportplatz und gehört zur jüngsten Generation iranischer Stadien.

5. Foolad-Arena, Ahvaz

Kapazität: 30.655. 2017 eröffnete vereinseigene Spielstätte von Foolad FC. Im Iran selten, weil reines Fußballstadion ohne Laufbahn — die ersten Reihen liegen nah an der Seitenlinie, der Aufstiegswinkel ist steiler als bei den älteren Nationalstadien.

6. Ghadir-Stadion, Ahvaz

Kapazität: 38.960. Das ältere Mehrzweckstadion in Ahvaz, Heimat von Esteghlal Khuzestan. Die Anlage ist leichtathletikorientiert, hat aber Liga- und Nationalmannschaftsspiele ausgetragen.

7. Takhti-Stadion, Teheran

Kapazität: 25.000. Das vor Azadi errichtete Teheraner Stadion, benannt nach dem Olympiasieger im Ringen Gholamreza Takhti. In den 1950er- und 1960er-Jahren war es Irans wichtigste Spielstätte; heute wird es für Jugend- und Unterliga-Spiele genutzt.

8. Imam-Reza-Stadion, Maschhad

Kapazität: 27.700. Heimspielstätte von Padideh FC in der religiösen Stadt Maschhad. Der relativ neue Bau (2017) gab dem Osten Irans erstmals ein modernes Fußballstadion nach Jahrzehnten älterer Mehrzweckanlagen.

9. Vatani-Stadion, Qaem Schahr

Kapazität: 15.000. Heimspielstätte von Nassaji Mazandaran in der nördlichen Provinz Mazandaran. Nassaji gewann 2022 den Hazfi-Pokal — der erste größere Titel für einen Klub außerhalb der Großstadtachse.

10. Bahonar-Stadion, Kerman

Kapazität: 15.000. Spielstätte von Mes Kerman in der südöstlichen Wüstenstadt Kerman, regelmäßiger Schauplatz von Spielen der Persian Gulf Pro League und der Azadegan League.

Persian Gulf Pro League

Die Persian Gulf Pro League trägt 16 Vereine in einer Saison von August bis Mai aus. Persepolis und Esteghlal teilen sich die meisten Titel der nachrevolutionären Ära; Sepahan und Tractor sind die beständigsten Herausforderer von außerhalb Teherans. Die Liga exportiert regelmäßig Spieler in die Golf- und Türkei-Ligen, und die AFC Champions League sorgt für mehrere iranische K.-o.-Auftritte pro Saison.

Das Atmosphäre-Problem — und seine Lösung

Die Größe iranischer Kulissen — allein das Azadi hat Ligaspiele über 80.000 Zuschauer registriert — wird vor allem durch die Laufbahnen der älteren Stadien gedämpft, die die erste Reihe von der Seitenlinie wegrücken und die akustische Dichte verringern. Die Foolad-Arena und das Imam-Reza-Stadion sind die ersten Neubauten, die mit fußballspezifischer Geometrie reagieren. Künftige iranische Stadien werden diesem reinen Fußballkonzept folgen, auch wenn das Azadi auf absehbare Zeit in seiner heutigen Form bleiben dürfte. Alle Spielstätten sind auf der Karte verzeichnet.