Die 10 besten Stadien in Frankreich
Frankreich hat mit dem Stade de France eines der bekanntesten Nationalstadien der Welt und mit Ligue-1-Klubs von der Mittelmeerküste bis zum Ärmelkanal eine breite Stadionlandschaft. Die zehn wichtigsten Arenen des Landes reichen von modernen Arenen der Jahrtausendwende bis zu einem historischen Bau, der den WM-Triumph 1998 erlebt hat.
1. Stade de France, Saint-Denis
Heimverein: Französische Nationalmannschaft (Fussball und Rugby). Kapazität: 81.338 Zuschauer. Eröffnung: 1998. Das Stade de France wurde für die Fussball-Weltmeisterschaft 1998 gebaut und ist mit Abstand das größte Stadion Frankreichs. Das Endspiel vom 12. Juli 1998 — Frankreich 3:0 Brasilien — ist hier Teil der kollektiven Erinnerung des Landes. Die Konstruktion ist eine elliptische Schüssel mit einem stützenfreien Dach. Das Stadion liegt in Saint-Denis nördlich von Paris und ist über den RER B und D gut erreichbar. Zur Europameisterschaft 2024 war es Hauptspielort und Austragungsort des Endspiels.
2. Parc des Princes, Paris
Heimverein: Paris Saint-Germain. Kapazität: 47.929 Zuschauer. Eröffnung: 1897 in erster Form, heute Struktur von 1972. Das Parc des Princes ist das bekannteste Vereinsstadion Frankreichs und liegt im 16. Arrondissement von Paris, direkt am Bois de Boulogne. PSG, seit der katarischen Übernahme 2011 eine Weltmacht im europäischen Fussball, plant seit Jahren ein größeres neues Stadion — die Entscheidung zwischen Neubau und Rückkauf des Parc des Princes ist noch offen.
3. Orange Vélodrome, Marseille
Heimverein: Olympique de Marseille. Kapazität: 67.394 Zuschauer. Eröffnung: 1937, umfassend renoviert 2014. Das Vélodrome — einziger Klub, der die Ligue 1 außerhalb von Paris gewann (zuletzt 2010) — ist das lauteste Stadion Frankreichs. Die neue Dachkonstruktion, für die EM 2016 fertiggestellt, schließt das Stadion vollständig und verstärkt den Lärm erheblich. Die Fangruppe "South Winners" und der Fanblock hinter dem südlichen Tor gehören zu den organisiertesten des Landes.
4. Groupama Stadium, Décines-Charpieu (Lyon)
Heimverein: Olympique Lyonnais. Kapazität: 59.186 Zuschauer. Eröffnung: 2016. Das Groupama Stadium ist das modernste große Vereinsstadion Frankreichs. Vollständig vereinseigen und außerhalb der Lyoner Stadtgrenze gebaut, ist es eine der wenigen komplett privat finanzierten Arenen Europas. Das Stadion überzeugt durch seine enge Hülle, stützenfreie Sicht und exzellente Akustik. Lyon war sechs Mal in Folge französischer Meister; das Frauenfußballteam von Lyon ist der erfolgreichste Klub im europäischen Frauenfussball.
5. Stade Pierre-Mauroy (Decathlon Arena), Villeneuve-d'Ascq
Heimverein: Lille OSC. Kapazität: 50.157 Zuschauer (erweiterbar auf 50.000+ für Konzerte). Eröffnung: 2012. Das Stade Pierre-Mauroy liegt in der Agglomeration von Lille an der belgischen Grenze. Besonders: Das Stadion hat ein ausziehbares Dach und kann für Hallenveranstaltungen vollständig geschlossen werden — eine Konstruktion, die in Frankreich einzigartig ist.
6. Stade Bollaert-Delelis, Lens
Heimverein: Racing Club de Lens. Kapazität: 38.223 Zuschauer. Eröffnung: 1933. Das Bollaert-Delelis ist eines der stimmungsvollsten Stadien Frankreichs. Lens — eine Bergarbeiterstadt in Nordfrankreich — hat eine der leidenschaftlichsten Fangemeinden der Ligue 1. Das Stadion ist eng, laut und historisch; die Fans nennen es liebevoll "Bollaert". Der Aufstieg von RC Lens in die erste Liga 2020 und die Teilnahme an der Champions League 2023/24 haben das Stadion wieder in den europäischen Blick gerückt.
7. Allianz Riviera, Nizza
Heimverein: OGC Nice. Kapazität: 35.624 Zuschauer. Eröffnung: 2013. Die Allianz Riviera liegt zwischen Bergkulisse und Mittelmeerküste und ist das schönst gelegene Stadion Frankreichs. Das Stadion ersetzte das alte Stade du Ray und wurde für die EM 2016 mitgenutzt.
8. Matmut Atlantique (Stade de Bordeaux), Bordeaux
Heimverein: FC Girondins de Bordeaux. Kapazität: 42.115 Zuschauer. Eröffnung: 2015. Das Matmut Atlantique, entworfen von Herzog & de Meuron, ist ein Architekturbau von nationalem Rang. Die perforierte Metallfassade mit indirekter Beleuchtung ist ein Kennzeichen des Büros. Bordeaux kämpfte seit dem Abstieg 2021 mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten; der Aufstieg zurück in die Ligue 1 ist im Gange.
9. Stade Geoffroy-Guichard, Saint-Étienne
Heimverein: AS Saint-Étienne. Kapazität: 41.965 Zuschauer. Eröffnung: 1931, zuletzt renoviert 2016. Das Geoffroy-Guichard — bekannt als "Le Chaudron" (Der Kessel) — ist eines der lautesten Stadien Europas. Saint-Étienne, zehnfacher französischer Meister (letzter Titel 1981), hat eine der treuesten Fanbases Frankreichs. Der Kessel-Spitzname kommt von der früheren Stehplatztribüne hinter dem Tor; die Atmosphäre hat auch nach der Sitzpflicht-Umrüstung nichts von ihrer Intensität verloren.
10. Stade Yves-du-Manoir, Colombes
Heimverein: Racing 92 (Rugby). Kapazität: 15.000 Zuschauer. Eröffnung: 1907. Das Stade Yves-du-Manoir ist das historisch bedeutsamste Stadion Frankreichs: Es war Hauptstadion der Olympischen Sommerspiele 1924 und Austragungsort des Fussballturniers dieser Spiele. Es wurde für die Olympischen Spiele 2024 renoviert und als Hockeyarena genutzt.
Frankreichs Stadien auf der Karte
Alle zehn Stadien sind auf der interaktiven Karte eingetragen. Von Paris bis Marseille, von Lille bis Nizza — die Ligue-1-Landschaft ist auf einen Blick verfügbar.