Die zehn wichtigsten Stadien in Algerien
Algerien besitzt eine der intensivsten Fußballkulturen Nordafrikas, mit tief verwurzelten Klubrivalitäten — besonders USM Alger gegen MC Alger — und einer Ligue 1, die mehrere Finalisten der CAF Champions League hervorgebracht hat. Die Stadioninfrastruktur reicht vom kolossalen Nelson-Mandela-Stadion in Oran (eröffnet 2023) über das ältere Stade du 5 Juillet in Algier bis zu einem Netz regionaler Spielstätten in den fußballstarken Städten. Alle Stadien finden sich auf der Karte.
1. Nelson-Mandela-Stadion, Oran
Kapazität: 40.224. Algeriens neuestes Nationalstadion, 2023 zur Mittelmeerspielen in Oran fertiggestellt. Die hochmoderne Schüssel mit fahrbaren Sitzelementen und überdachtem Dach gehört zu den modernsten Anlagen Nordafrikas. Hier wurden Qualifikationspartien zum Africa Cup of Nations 2022 und das Fußballturnier der Mittelmeerspiele ausgetragen; seit der Eröffnung ist es bevorzugte Heimstätte der Nationalmannschaft.
2. Stade du 5 Juillet 1962, Algier
Kapazität: 64.200. Algeriens größtes Stadion und die historische Nationalspielstätte, im Stadtteil Birkhadem von Algier gelegen und nach dem Unabhängigkeitsdatum benannt. Für die Mittelmeerspiele 1975 errichtet, beherbergt es USM Alger und MC Alger sowie Länderspiele, wenn Oran nicht verfügbar ist.
3. Stade Mustapha-Tchaker, Blida
Kapazität: 25.500. Benannt nach dem Fußballer Mustapha Tchaker aus der Unabhängigkeitszeit. Dieses Stadion in Blida ist seit über einem Jahrzehnt die bevorzugte Festung der Nationalmannschaft in WM-Qualifikationen. Die Atmosphäre algerischer Heimspiele in Tchaker gilt als eine der einschüchterndsten in afrikanischen Länderspielen.
4. Stade Omar-Hamadi (Bologhine), Algier
Kapazität: 15.000. Die traditionelle Heimstätte von USM Alger im Stadtteil Bologhine. Die kompakte Anlage erzeugt eine starke Matchday-Stimmung trotz bescheidener Kapazität. USM Alger ist einer der meistdekorierten algerischen Klubs und regelmäßiger CAF-Champions-League-Teilnehmer.
5. Stade du 8 Mai 1945, Sétif
Kapazität: 25.000. Nach einem historischen algerischen Datum benannt, ist es die Heimat von ES Sétif — einer der erfolgreichsten Klubs im afrikanischen Fußball, mit zwei CAF-Champions-League-Titeln. Hat zahlreiche kontinentale Klubbegegnungen ausgetragen.
6. Stade du 19 Mai 1956, Annaba
Kapazität: 56.000. Das Hauptstadion in Annaba im Osten Algeriens. Die großdimensionierte Anlage wurde für Länderspiele und Klubwettbewerbe genutzt.
7. Stade du 1er Novembre 1954, Tizi Ouzou
Kapazität: 32.000. Benannt nach dem Beginn des algerischen Unabhängigkeitskrieges, ist das Stadion in Tizi Ouzou Heimat von JS Kabylie — einem der populärsten Klubs Algeriens mit tiefer Verankerung in der Kabylei. JS Kabylie hat historisch mehrere CAF-Titel gewonnen.
8. Stade Mohamed-Boumezrag, Chlef
Kapazität: 25.000. Heim von ASO Chlef im Westen Algeriens. ASO gewann 2010/11 die algerische Meisterschaft und hat CAF-Klubspiele ausgetragen.
9. Stade du 24 Février 1956, Sidi Bel Abbès
Kapazität: 17.000. Heim von USM Bel Abbès im Westen Algeriens, Schauplatz von Ligue-1-Spielen und eine der westlichen Küstenanlagen.
10. Stade Hocine Aït Ahmed, Tizi Ouzou (neu)
Kapazität: 50.000. Neue Anlage als moderne Alternative zum 1.-November-Stadion. Teil des laufenden algerischen Stadionmodernisierungsprogramms.
Algerische Ligue 1
Die algerische Ligue 1 umfasst 16 Vereine und folgt einem Herbst-Frühjahr-Kalender. Die meistdekorierten Klubs sind JS Kabylie (Kabylei), USM Alger, MC Alger, ES Sétif und CR Belouizdad. Algerische Klubs sind ständige CAF-Champions-League-Anwärter — ES Sétif gewann den Titel 1988 und 2014, JS Kabylie 1981 und 1990. Die Liga produziert starke Spieler, von denen viele in die französische und übrige europäische Topligen wechseln.
Die algerische Nationalmannschaft
Algerien ist eine der erfolgreichsten Fußballnationen Afrikas. Die Wüstenfüchse (Fennecs) gewannen den Africa Cup of Nations 1990 und 2019; letzterer Erfolg unter Trainer Djamel Belmadi ohne eine einzige Niederlage. Die Stars des Landes haben die europäischen Ligen bevölkert — Riyad Mahrez (Manchester City, Al-Ahli), Islam Slimani, Sofiane Feghouli. Das Stade Mustapha-Tchaker in Blida war die Festung des Teams für entscheidende Qualifikationskampagnen, das neue Nelson-Mandela-Stadion in Oran ist die moderne Alternative. Alle Stadien sind auf der Karte markiert.